Dankeschön, Ulrike Wagenbach!

Böblinger Regionalleiterin in den Ruhestand verabschiedet

Ulrike Wagenbach wie man sie schätzt - im Gespräch!

Lehrer-Schüler Chor Sing-E-Motion

Pädagogischer Vorstand Ulrich Teufel

Alfred Schmid, Dezernent vom Landkreis Böblingen

Werner Weiß, Vorsitzender des Stiftungsrats

Mitarbeitende der MAV übergeben Geschenke

Ulrike Wagenbach

Volles Haus in Vaihingen

Ingo Petroll, ehemals Leiter der Paulinenpflege

Johannes Eller begeistert die Gäste mit seinem ironischen Gedicht

David Aust, im Hintergrund stehend Martin Hermann, Esther Hofbauer, Johannes Eller, Nicole Schwarz, Marie Burkert und Martin Wissert

Monika Strobach, wirtschaftliche Vorständin

Ulrike Wagenbach mit dem neuen Regionalleiter David Aust

Gemeinsam mit über hundert Gästen wurde die Böblinger Regionalleiterin und langjährige Mitarbeiterin der Stiftung Jugendhilfe aktiv Ulrike Wagenbach am 4. Juli an einem sonnigen Nachmittag in den Ruhestand verabschiedet.

Bereits als man die Räume des Veranstaltungsraums Kelterberg 5 in Vaihingen betrat, wurde fühlbar, welch große Anerkennung Ulrike Wagenbach in Ihren Jahren als Leiterin des Regionalbereichs Böblingen bei Mitarbeitenden und Bereichsleitenden des Regionalbereichs sowie dem Kollegium und den Rektoren der Albert-Schweitzer-Schule genossen hatte. Neben vielen Mitarbeitenden aus der Stiftung hatten zahlreiche externe Gäste - ehemalige Mitarbende wie Kooperationspartner - sich auf den Weg nach Vaihingen gemacht, um Frau Wagenbach angemessen zu verabschieden.

Liebevoll von den Leitungskreisen der Schule und des Regionalbereichs vorbereitet, begann der Nachmittag mit Liedern des Rohrer Geländechors "Sing-E-Motion" unter Leitung von Thomas Preiß. Es folgte ein erstes Grußwort des pädagogische Vorstand der Stiftung Jugenhilfe aktiv Ulrich Teufel.

Er skizzierte in seiner Ansprache einige Stationen im Berufsleben von Ulrike Wagenbach. Nach abgeschlossenem Studium in Marburg arbeitete Ulrike Wagenbach bis 1981 als Erzieherin in der Leppermühle im Bundesland Hessen. Es folgte der Umzug nach Baden-Württemberg und zehn Jahre Tätigkeit beim Jugendamt Böblingen. 1991 bewarb sie sich in der Paulinenpflege in Rohr und wurde vom damaligen Leiter Ingo Petroll als Bereichsleiterin eingestellt. 2012 wurde sie kommisarisch, zwei Jahre später alleinige Regionalleiterin des Bereichs Böblingen.

Herr Teufel hob in seinem Grußwort insbesondere eine herausragende Eigenschaft von Ulrike Wagenbach hervor. "Ulrike Wagenbach mag Menschen", so Herr Teufel. Unabhängig ob es Klienten seien, Kollegen oder Partner in Jugendämtern oder anderen Institutionen, gelinge es Frau Wagenbach durch ihre positive Zugewandtheit, zu Menschen ein persönliches Verhältnis aufzubauen, und mehr noch, diese positive Grundhaltung auch zurückzubekommen.

Als nächstes ergriff der Dezernent für Soziales und Bildung im Landkreis Böblingen Alfred Schmid das Wort. Auch er zitierte aus einem alten Dienstzeugnis, nachdem Ulrike Wagenbach als Kreissozialoberinspektorin in Böblingen angestellt war. Herr Schmid verwies auf seine Beobachtungen beim kürzlichen Sommerfest der Paulinenpflege, während dessen er insbesondere die hervorragende Beziehung von Frau Wagenbach zu Klienten, Eltern wie Kinder nochmals bestätigt sah. Er wies auf die innovativen Projekte hin, welche von ihr während Ihrer Tätigkeit auf den Weg gebracht worden waren und nun vielfach Früchte tragen. Er bedankte sich für stets hervorragende Kooperation insbesondere auch bei der Bewältigung der Unterbringung einer großen Anzahl an Flüchtlingen in den Jahren 2015 bis 2018.

Als nächstes ergriff der Vorsitzende des Stiftungsrats Werner Weiß das Wort. Er hob die hohe fachliche und menschliche Kompetenz von Frau Wagenbach hervor und dankte ihr im Namen des Stiftungsrats für ihren langjährigen Einsatz für die Stiftung Jugendhilfe aktiv. Herr Weiß sprach seine Hoffnung aus, dass Frau Wagenbach auch nach ihrer Pensionierung ihre Fähigkeiten und ihre Kompetenzen für neue Herausforderungen nutzen möge.

Nach der Übergabe eines Erinnerungskalenders, welcher persönliche Beiträge von allen Gruppen des Regionalbereichs, Schule und zentralen Diensten enthielt, übergaben Vertreter der MAV Frau Wagenbach weitere persönliche Geschenke.

Es folgte ein humorvolles satirisches Gedicht von Konrektor Johannes Eller. Auch der langjährige Leiter der Paulinenpflege Ingo Petroll ließ es sich auch nicht nehmen, spontan einige sowohl besinnliche als auch ironische Reime zu Ehren von Frau Wagenbach zum Besten zu geben.

Eine besonders schöne Idee präsentierte Monika Strobach, wirtschaftliche Vorständin der Stiftung, als sie ankündigte, dass Schul- und Regionalleitung sowie die Vorstände noch in diesem Sommer ein Hochbeet im Garten von Frau Wagenbach als Geschenk aufbauen würden. "Ein etwas anderes Projekt", so Frau Strobach unter Lachen des Publikums in Anspielung auf die allseits bekannte Projektfreude von Frau Wagenbach. Die passenden Pflanzen hatten die an der Projektgestaltung Beteiligten mitgebracht und übergaben diese nacheinander mit dazu passenden humorvollen Ratschlägen.

Den musikalischen Abschluss bildete ein selbst gedichtetes Lied auf Basis eines bekannten Gassenhauers, welches der neue Regionalleiter und Nachfolger von Frau Wagenbach David Aust gemeinsam mit den Bereichsleitern Nicole Schwarz, Esther Hofbauer und Martin Wissert sowie dem Schulleiter Martin Hermann und die Konrektoren Marie Burkert und Johannes Eller der Albert-Schweizter Schule unter allgemeinen Gelächter der Versammelten gekonnt und vielstimmig vortrugen.

Am Ende flogen Taschentücher und bei Fingerfood und Getränken ging der Nachmittag mit anregenden Gesprächen und dem Austausch von Erinnerungen - und möglicherweise neuen Projektideen -  in den Abend über.

Schön bei allem Abschiedsschmerz - Frau Wagenbach wird auch nach Ihrer Verabschiedung in kleinerem Rahmen der Stiftung erhalten bleiben. So wird sie unter anderem in diesem und im kommenden Jahr die Feierlichkeiten zur anstehenden großen 200-Jahrjubiläum der Paulinenpflege als ältestes Rettungshaus Württembergs koordinieren.