JuDANCE

In Kooperation mit der Mildred-Scheel-Schule Böblingen veranstaltete das Förderprojekt JuSTART von März bis Juni ein Wort- und Tanz-Projekt mit Jugendlichen

Die Stiftung Jugendhilfe aktiv veranstaltet unter dem Namen JuSTART Angebote für junge Menschen im Alter von 12 bis 26 Jahren mit Wohnsitz im Landkreis Böblingen.
In Kooperation mit der Mildred-Scheel Schule in Böblingen und unter Leitung der Tanzpädagoginnen Olivia Possart und Alicia Wenzel entstand so das Wort- und Tanzprojekt JuDANCE / Mein Weg. Im Mittelpunkt des Projekts, welches von Februar bis Juni 2018 stattfand, stand das Thema Identität.

Das Projekt

Schülerinnen und Schüler der Mildred- Scheel- Schule Böblingen haben sich in dem Wort- und Tanzprojekt „Mein Weg“ mit verschiedenen kreativen Ausdrucksformen beschäftigt. Sie standen vor der Aufgabe, die Thematik des eigenen Weges näher zu beleuchten und den eigenen individuellen Weg durch Tanz und Text zu erfassen.
In sich abwechselnden Tanz- und Schreibphasen erarbeiteten die Schüler in diesem Prozess das Ausgangsmaterial, mit dem sie ihren eigenen Weg darstellen konnten.

Identität

Als Ausgangspunkt des eigenen Weges stand die Identität jedes Einzelnen. So haben die Schüler und Schülerinnen zu Beginn des Workshops anstelle ihres Namens eine Bewegung gesucht, die sie als Person verkörperte. Im späteren Verlauf des Projektes, schrieben die Schüler Elfchen, ein Gedichtsform, die aus elf Wörtern besteht, die die Bedeutung ihres Namens als Titel tragen.
Um einen Einblick auf ihren Weg zu bekommen, und den Weg zeitlich wie auch räumlich darzustellen, sollten die Schüler Ereignisse aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft notieren, um diese anschließend in Tanz umzuwandeln. Ausgangspunkte dieser Texte waren Wortketten und Fragen:

Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft
Was war das schönste Erlebnis im letzten Jahr?
Was war dein schönstes Erlebnis dieses Jahr?
Was möchtest du im nächsten Jahr erreichen?

Tanz

Anschließend wurden Teile des Bewegungsmaterials, dass sie zu den Fragen gefunden hatten, in eine Choreografie eingearbeitet. Beim Tanzen wurde rasch deutlich, dass die Tanzenden nicht nur auf ihren eigenen Weg achten mussten, sondern dass es stets auch andere gibt, auf deren Takt man achten musste.

Im gemeinsamen Tanz wird deutlich, dass Wege nicht immer geradlinig verlaufen müssen, dass man andere auf ihren Wegen treffen kann und dass ständig alles in Bewegung ist.

Weg

Auf einem großen, bunten Banner haben die Schüler  all die Dinge geschrieben und gemalt, die sie davor in ihre Hefte notiert hatten und die ihnen im Hier und Jetzt wichtig erschienen. Der Banner als Momentaufnahme der Gegenwart zeigt zugleich die Vielfältigkeit der zeichnenden Personen. Kein oben und unten, in Deutsch und in den jeweiligen Muttersprachen der Einzelnen kommt trotz des Durcheinanders jedes Wort zur Geltung. Wie an einer Weggabelung treffen sich hier die Schüler, mit all ihren persönlichen Zielen und Geschichten. Das Banner steht somit symbolisch für den Weg, den sie gemeinsam gehen.

Eine kleine Ausstellung mit dem Banner, den Fotos und den Elfche kann bis zu den Sommerferien im Foyer der Mildred-Scheel Schule in Böblingen besucht werden.

Vielen Dank an die Förderer von JuStart!

INFO zum Modellprogramm

Das Modellprogramm „JUGEND STÄRKEN im QUARTIER“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) wird seit Jahresbeginn 2015 zunächst für vier Jahre in benachteiligten Stadt- und Ortsteilen von 185 Kommunen in 15 Bundesländern umgesetzt. Dafür stehen rund 115 Million Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und 5 Million Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung.
Das ressortübergreifend ESF- Vorhaben unterstützt junge Menschen mit Startschwierigkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf mit aufsuchender Arbeit, Beratung und Einzelfallhilfe (Jugendsozialarbeit). Ziel ist, individuelle Hürden auf dem Weg Richtung Ausbildung und Arbeit zu überwinden und eine schulische, berufliche und soziale Integration zu ermöglichen. Ergänzend können Mikroprojekte realisiert werden, die neben der Entwicklung der Jugendlichen der Aufwertung von Quartieren dienen.